Bild oben: Landschaft im Westen von Berg-Karabach.

 

berg-karabach

Berg-Karabach, oder auch Nagorno-Karabach, hat den armenischen Namen Artsakh. Nach dem Zerfall der Sowietunion wurde diese Region offiziell Aserbaidschan zugesprochen. Allerdings beanspruchte Armenien für sich dieses Gebiet, da es vor der Zeit Stalins zu Armenien gehörte. Stalin hat durch Zwangsbesiedelung (wie fast überall in der UdSSR) durch Menschen aus Aserbaidschan eine Durchmischung der beider Völker voran getrieben. Mittlerweile, nach zahlreichen und längeren Kriegshandlungen, sind alle Aserbaidschaner aus Artsakh vertrieben worden. 

Reiche Armenier aus USA, Russland und Frankreich haben in das ausgebrannte Land Milliarden fließen lassen. Dies bemerkt man vor allem im Straßenbau. In Artsakh gibt es die besten Straßen im ganzen Kaukasus. Auch sonst, erfährt die Region finanzielle Hilfen aus dem Ausland bei Schulen und Aufbau der historischen Stätten.

Die Einreise nach Berg-Karabach ist nur von Armenien über Land aus möglich. Stepanakert hat zwar einen internationalen Flughafen, dieser ist aber zur Zeit nicht in Betrieb. Am Grenzübergang alles easy: nur kurzer Stopp  zur Einsichtnahme in den Reisepass. Das Visum erhält man im Rathaus in Stepanakert für 5 Euro. Lässt man sich das Visum in den Reisepass einkleben, erhält man keine Einreiserlaubnis mehr für Aserbaidschan. 

Beim Auswärtigen Amt ist zwar noch nachzulesen, dass keine konsularische Hilfe in Berg-Karabach besteht. Die letzten Kampfhandlungen an der Grenze zu Aserbaidschan liegen aber schon eine ganze Zeit zurück. Im Land selbst besteht deshalb keine Gefahr.

Stepanakert ist wieder intakt. Hotels schießen aus dem Boden. Es gibt alles zu kaufen, wie überall sonst auf der Welt. Auf dem Markt herrscht reges Treiben.

Ich denke, dass hier in wenigen Jahren der Tourismus Einzug hält. Vor allem dann, wenn der Flughafen seinen Betrieb wieder aufnehmen darf. Zu bieten hat ja Armenien mit Berg-Karabach sehr viel!

In Berg-Karabach ist der Drum Zahlungsmittel wie in Armenien. 1 Euro = 560 Drum (Stand August 2018). Eine eigene Währung gibt es also nicht. Sim Karten sind aber nur in Berg-Karabach einsetzbar. Die Sim Karte aus Armenien funktioniert hier nicht. Die Hotels bieten jedoch alle free WiFi an.

 

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